Bei vielen Senioren tritt die Pflegebedürftigkeit schleichend auf. Wesentlich anders sieht die Situation bei einem Schlaganfall aus, der ohne Vorwarnung auftritt. Es kann nach einem Schlaganfall passieren, dass eine früher mobile Person zum Pflegefall wird. Die Durchblutungsstörung im Gehirn führt dazu, dass die Nervenzellen geschädigt werden. Sprachausfälle, Verwirrungen, Sehstörungen, Taubheitsgefühle, starke Kopfschmerzen – das sind die ersten Anzeichen eines Schlaganfalls.

Wichtig: wenn ein Schlaganfall passiert, zählt jede Minute bei der Hilfe. So schnell wie möglich sollten entsprechende medizinische Behandlungen durchgeführt werden, damit die Durchblutung reaktiviert wird. Nach einer Regenerationsphase sollte man die Schlaganfall-Pflege planen. Wie sollte man Schlaganfallpatienten zu Hause pflegen? Diese Frage stellen sich sehr viele Angehörige, die ihre pflegebedürftigen Verwandten zu Hause pflegen und betreuen möchten. In unserem Artikel finden Sie einige Tipps.

Aktivierende Pflege bei Schlaganfallpatienten

Die richtige Betreuung bei Schlaganfall-Patienten ist sehr wichtig. Mit der richtigen Pflege kann viel erreicht werden. Besonders behilflich sind spezielle Rehabilitationsprogramme für Schlaganfallpatienten im Rahmen einer aktivierenden Pflege. Eine aktivierende Pflege nach einem Schlaganfall muss ganz auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten abgestimmt sein. Im Rahmen der Rehabilitation lernt der Patient Bewegungsabläufe, er versucht seine Muskeln wieder gezielt zu benutzen. Pflegepersonen, die den Patenten im Alltag unterstützen, sollten den Betroffenen dazu anregen, bei Ernährung, Ankleiden und Körperhygiene so aktiv wie möglich mitzuhelfen.

Besonderheiten bei der häuslichen Pflege von Schlaganfall-Patienten

Viele Personen werden nach einem Schlaganfall pflegebedürftig. Wenn der Betroffene unter einer teilweisen oder halbseitigen Lähmung leidet, spricht man von einer schwersten Pflegebedürftigkeit. In diesem Falle wird die Pflege häufig durch einen ambulanten Pflegedienst durchgeführt. Viele Schlaganfallpatienten sind bettlägerig bzw. können sich im Rollstuhl fortbewegen. Bei diesem Patienten muss man besonders darauf achten, dass das lange Liegen oder Sitzen nicht zu Folgeerkrankungen (z.B. Dekubitis) führt. Das regelmäßige Umlagern des bettlägerigen Patienten kann Dekubitus vorbeugen.

Wie erwähnt, wird ein Schlaganfall durch eine Durchblutungsstörung im Gehirn verursacht. Je länger das Gehirn ohne Sauerstoff war, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Patient nicht nur von körperlichen, sondern auch geistigen Behinderungen betroffen ist. Pflegende Angehörige sollten sich daher dessen bewusst sein, dass die Ermutigung zu kleinen Handlungen bei Schlaganfallpatienten mit geistigen Behinderungen extrem wichtig ist.

Noch einige relevante Aspekte bei der häuslichen Pflege:

  • nach einem Schlaganfall leiden viele Patienten unter einer Blasenschwäche;
  • Patienten nach einem Schlaganfall müssen regelmäßig trinken, um täglich genügend Wasser zu sich zu nehmen;
  • wenn eine Körperhälfte gelähmt ist, sollte die Pflegeperson auf diese Seite beim An- und Ausziehen sehr achten;
  • Schlaganfall-Patienten sollten geduscht werden, weil das Baden den Kreislauf belasten kann.

Wie kann die Schlaganfall-Pflege finanziert werden?

Folgen eines Schlaganfalls können unterschiedlich sein. Betroffene mit einem relativ leichten Schlaganfall können nach einer individuell angepassten Rehabilitation ein überwiegend selbstständiges Leben führen. Diese Patienten benötigen nur zeitweise Pflege. In den meisten Fällen können die Patienten auf Pflegeleistungen von der Pflegekasse zählen. Dank den Leistungen können sie entweder einen pflegenden Angehörigen entlasten oder eine professionelle Pflegekraft beauftragen.

Pflegebedürftige nach einem schweren Schlaganfall sind häufig auf 24-Stunden Pflege angewiesen. Es handelt sich dabei um Patienten mit Lähmungen und geistigen Behinderungen. Auch in diesem Falle kann der Pflegebedürftige die Leistungen der Pflegekasse in Anspruch nehmen. Wichtig: die Zahlungen sind gesetzlich festgelegt. Sie können bei Bedarf nur bis zu einem geregelten Rahmen erweitert werden.

24-Stunde-Pflege nach einem Schlaganfall

Die Pflege zu Hause sollte man so organisieren, damit das Hirn des Patienten richtig stimuliert werden kann. In der Praxis bedeutet das, dass nicht nur die physiologische, sondern auch die emotionale und mentale Betreuung wichtig ist. Nach einem Schlaganfall ist eine ermutigende, verständnisvolle und geduldige Pflege notwendig.

Welche Angehörigen stehen zur Verfügung, um den Betroffenen zu unterstützen? Ist eine externe Pflegekraft erforderlich? Diese Fragen muss man sich stellen, wenn man eine 24-Stunde-Pflege nach einem Schlaganfall organisieren muss. Nicht immer sind Angehörige in der Lage, ihren pflegebedürftigen Verwandten ohne professionelle Hilfe zu Hause zu betreuen und pflegen. Wenn Sie eine professionelle Pflegekraft suchen, können Sie sich an unsere Vermittlungsagentur wenden. Wir vermitteln liebevolle erfahrene Pflegekräfte aus Polen, die kommunikativ Deutsch sprechen. Haben Sie Fragen? Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung.

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