Pflegebedürftige Menschen benötigen eine liebevolle Pflege und Betreuung jeden Tag. Die meisten Pflegebedürftigen möchten ins Pflegeheim nicht umziehen, weil sie sich in ihren eigenen vier Wänden geborgen fühlen. Egal, ob der Pflegebedürftige durch seine Angehörigen oder eine professionelle Pflegekraft gepflegt und betreut wird, Sie können für ihn kostenlose Pflegehilfsmittel bei der Pflegekasse beantragen. Hilfsmittel erleichtern in der häuslichen Pflege tätigen Pflegefachkräften die Pflegetätigkeit. In unserem Beitrag finden Sie nützliche Informationen zur Hilfsmittelversorgung über die Kranken- und Pflegekassen.

Pflegehilfsmittel zum Verbrauch

Zurzeit gibt es die Möglichkeit, Pflegehilfsmittel zu beantragen, die die Pflege zu Hause erleichtern und Beschwerden des zu pflegenden Seniors lindern können. Selbstverständlich muss man einige Voraussetzungen erfüllen, damit eine Kostenübernahme durch die Pflegekasse möglich ist. Zu diesen Voraussetzungen gehört u.a. das Vorhandensein eines Pfleggrades. Darüber hinaus muss die Pflege zu Hause erfolgen. Wichtig: der Pflegebedürftige kann sowohl von seinen Angehörigen als auch Pflegekräften gepflegt.

Sehr oft werden Pflegehilfsmittel zum Verbrauch beantragt. Zu Pflegehilfsmitteln dieser Art gehören:

  • Desinfektionsmittel;
  • Flächendesinfektionsmittel;
  • Einmalhandschuhe;
  • Mundschutz und Fingerlinge;
  • Schutzschürzen;

Andere Pflegehilfsmittel

Der aktuelle Pflegehilfsmittelkatalog umfasst auch andere Mittel, die nach Produktgruppen geordnet sind. Außer den zu Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmitteln können Sie auch Pflegehilfsmittel  zur Erleichterung der Pflege, zur Körperpflege/Hygiene, zur selbständigeren Lebensführung/Mobilität, zur Linderung von Beschwerden beantragen. Es ist zu betonen, dass Mittel zur Erleichterung der Pflege, zur selbständigeren Lebensführung/Mobilität und zur Linderung der Beschwerden, die als technische Hilfsmittel bezeichnet werden, werden in den meisten Fällen durch Pflegeversicherung leihweise zum Gebrauch überlassen. Andere der genannten Pflegehilfsmittel sollten natürlich nur einmal verwendet.

Anspruch auf Pflegehilfsmittel

Es ist zu betonen, dass deutsche Pflegekassen viele gesetzlich vereinbarte Aufgaben zu erfüllen haben. Zu diesen Aufgaben gehört auch die Bezuschussung von allen zum Verbrauch bestimmten Hilfsmitteln, die bei der Pflege zu Hause nützlich sind. Die häusliche Pflege ist mit relativ hohen Ausgaben verbunden. Nach dem Gesetzgeber sollen Pflegebetroffene und ihre Angehörigen diese erhöhten Ausgaben nicht selbst tragen. In der Praxis bedeutet das, dass die Pflegekasse die Ausgaben in einer Höhe von 40 Euro bezuschusst, wenn der Betroffene in eine Pflegestufe oder einen Pfleggrad eingestuft wurde. Wichtig: es handelt sich um 40 Euro pro Monat.  Wenn die Ausgaben einer zu pflegenden Person die Pauschale von 40 Euro übersteigen, muss sie die Differenz auf eigene Hand tragen.

Man muss ich dessen bewusst sein, dass die Pauschale von 40 Euro ausschließlich bei der Beantragung der Pflegehilfsmittel zum Verbrauch getragen wird. Wenn es um andere Hilfsmittel wie z.B. spezielle Pflegebetten oder Geräte, die die Mobilität der Pflegebedürftigen unterstützen, handelt, gelten andere Zuzahlungsregelungen. Im Regelfall rechnen zugelassene Zulieferer bestimmte Hilfsmittel mit der Pflegeversicherung ab.

Wer hat keinen Anspruch auf Pflegehilfsmittel?

Diese Frage stellen sich viele Familien, die ihren pflegebedürftigen Senior pflegen und betreuen. Wenn der zu pflegende Senior in einen Pflegegrad eingestuft wurde, kann man bestimmte Hilfsmittel beantragen. Wichtig: dabei muss die Pflege zu Hause bzw. in einer Wohngemeinschaft vorgenommen werden. Möchten Sie eine polnische Pflegekraft beschäftigen? Kein Problem! Auch in diesem Falle können  Sie Pflegehilfsmittel beantragen. Keinen Anspruch auf Pflegehilfsmittel von der Pflegekasse hat man, wenn die Pflege in einem Heim durchgeführt wird.

Hilfsmittel richtig beantragen

Handelt es sich um die Kostenübernahme von technischen Hilfsmitteln? Ein Antrag kann problemlos bei den meisten Zulieferern per Internet gestellt werden. Die Zulieferer kümmern sich dabei um alle nötigen Formalitäten. Darüber hinaus werden  kostenlose Pflegehilfsmittel jeden Monat geliefert.

Falls die Pflegehilfsmittel zum Verbrauch selbst beschafft werden, muss man seinen Antrag bei der Pflegeversicherung stellen. Wichtig: der Antrag muss bei der betreffenden Pflegekasse vorgelegt werden. Dabei handelt es sich um die Pflegekasse der zu pflegenden Personen, die Hilfsmittel benötigt.

§ 40 SGB XI Pflegehilfsmittel

Nach SGB XI haben alle Pflegebedürftigen Anspruch auf Versorgung mit Pflegehilfsmitteln. Es ist nicht zu leugnen, dass Pflegebedürftige sowohl Hilfsmittel zum Verbrauch als auch technische Pflegehilfsmittel wie: Pflegebetten, Lagerungshilfen, Hebegeräte oder Notrufsysteme benötigen. Mehr Informationen über Pfleghilfsmittel von der Pflegekasse finden Sie in § 40 SGB XI. In § 40 SGB XI werden Hilfsmittel genannt, die einer selbständigeren Lebensführung dienen können.

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