Die Parkinson-Krankheit, die auch als Morbus Parkinson bezeichnet wird, ist eine neurodegenerative Erkrankung.  Der langsam fortschreitende Verlust von Nervenzellen wird am häufigsten bei Personen im Alter von 50-79 Jahren diagnostiziert. Nur selten tritt die Parkinson-Krankheit bei Patienten vor dem 40. Lebensjahr auf. Statistisch gesehen, leidet ein Prozent der Weltbevölkerung über 60 an dieser Krankheit. Es ist zu betonen, dass Parkinson nach der Alzheimer-Krankheit die zweithäufigste Erkrankung des menschlichen Nervensystems ist. Zurzeit leben ca. 350.000 Parkinson Patienten in Deutschland. Diese Personen benötigen die richtige Pflege zu Hause.

Parkinson Symptome

Die Parkinson-Krankheit lässt sich nicht heilen. Ihre Symptome schreiten ein Leben lang fort. Zu Symptomen der Parkinson-Krankheit zählen:

  • Akinese – unter diesem Begriff versteht man die allgemeine Bewegungsarmut, die bei jeder Bewegung eines Parkinson-Patienten zu bemerken ist. Akinese führt zu einem verminderten Gesichtsausdruck, ungeschickten Händen, leisem und undeutlichen Sprechen etc.;
  • Ruhetremor – es handelt ich dabei um das augenscheinlichste Symptom von Morbus Parkinson. Wechselseitige Anspannung von gegenwirkenden Muskeln im Körper einer kranken Person verursacht ein Zittern. Das Zittern wird bei Bewegung weniger;
  • postulӓre Instabilität – eine Unsicherheit des Ganges und des Stehens ist ein charakteristisches Symptom der Parkinson-Krankheit. Die postulӓre Instabilität ist damit verbunden, dass viele Patienten große Angst vor Stürzen haben;
  • Rigor – so wird eine schmerzhafte Muskelsteifheit bezeichnet.

Pflege zu Hause bei Morbus Parkinson

Pflegebedürftige Menschen mit Morbus Parkinson und ihre Angehörigen müssen sich mit verschiedenen Einschränkungen auseinandersetzen. In der Praxis bedeutet das, dass sie eine auf ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnittene Pflege benötigen. Die Pflegebedürftigen können von ihren Familienangehörigen unterstützt werden. Man muss sich allerdings dessen bewusst sein, dass die häusliche Pflege einer kranken Person eine große körperliche und seelische Belastung darstellt. Kein Wunder also, dass sich so viele deutsche Familien für eine professionelle 24-Stunden-Betreuung entscheiden.

Eine kompetente 24-Stunden-Pflegekraft kann  einem Parkinson-Patienten bei vielen alltäglichen Dingen helfen. Kochen, Aufräumen, Grundpflege, Spaziergänge, Arztbesuche etc. – bei diesen und anderen Alltagstätigkeiten können betroffene Personen eine Unterstützung erwarten.

Für viele Parikinson-Patienten ist die Körperpflege sehr schwer. Wenn sie eine Unterstützung bei der Grundpflege bekommen, können sie wieder ihr Selbstwertgefühl erlangen. Außerdem kann im Falle einer Pflege zu Hause die Motivation des Parkinson-Patienten zu mehr Bewegung gesteigert werden. Bei Morbus Parkinson benötigen viele Patienten im fortschreitenden Verlauf eine Unterstützung auch während des Schlafens. Es handelt sich um eine regelmäßige Positionsveränderung des Körpers, dank der der Betroffene Feldstellungen, Kontrakturen und Dekubiti vermeiden kann.

Aktivierende Pflege bei der Parkinson-Krankheit

Bei der Parkinson-Krankheit sollte der Patient zur Selbständigkeit motiviert werden. Damit die aktivierende Pflege möglich ist, muss diese richtig organisiert werden. Familienangehörige sollten frühzeitig Anträge auf Pflegeleistungen, Pflegegrad sowie andere Zuzahlungen stellen. So können Sie Ihren Angehörigen alle staatlichen Leistungen zusichern. Unten präsentieren wir noch praktische Hilfsmittel für Patienten mit Parkinson, die das Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen erträglicher machen.

Hilfsmittel für Parkinson Patienten

Nicht nur medikamentöse und physikalische Therapien können Senioren mit Morbus Parkinson helfen. Darüber hinaus gibt es viele einfache Hilfsmittel, die Betroffenen ihren Alltag erleichtern können. Es handelt sich um folgende Hilfsmittel:

  • Geh- und Mobilitätshilfen – solche Hilfsmittel ermöglichen die Bewegungsroutine zu trainieren. Vergessen Sie nicht, dass Gangstörungen durch Parkinson ein typisches Symptom bei Parkinson sind. Zu empfehlenswerten Gehhilfen zählt z.B. ein guter Rollator;
  • Hilfsmittel für das Essen, Trinken und Kochen – empfehlenswert sind spezielle Gabeln und Löffel für Parkinson-Patienten (sog. Stabilisationsbesteck). Diese kompensieren das Muskelzittern. In der Praxis bedeutet das, dass die Patienten Mahlzeiten ohne Hilfe einnehmen können;
  • Schlüsselhilfe / Aufsperrhilfe – starkes Muskelzittern führt leider dazu, dass viele Patienten oft Probleme haben, den Schlüssel ins Schlüsselloch zu treffen. Heutzutage gibt es schon spezielle Schlüsselaufsätze, die das Einstecken des Schlüssels erleichtern.

Pflegegrad beantragen

Es ist zu betonen, dass die Parkinson-Krankheit zu den Erkrankungen ohne Heilung zählt. Allerdings gibt es wirklich große Chancen für das Hinauszögern der Krankheitsverläufe. Bei Parkinson-Patienten tritt die Pflegebedürftigkeit im Laufe der Zeit ein. In Deutschland gibt es ein Pflegeversicherungsgesetz, das diese Situation regelt. Es ist empfehlenswert, einen Pflegegrad (früher Pflegestufe) zu beantragen. Die Festsetzung der Pflegegrade ermöglicht, verschiedene Pflegeleistungen in Anspruch zu nehmen.

Klicken Sie hier, um diesen Beitrag zu bewerten!
[Total: 0 Mittlere: 0]