Die Palliativpflege hat zum Ziel, die Lebensqualität der Sterbenden zu erhalten. Im Rahmen der Palliativpflege werden ihre Schmerzen mit Hilfe von Medikamenten verringert.  Viele sehr schwer Kranke möchten vor dem Tod nicht leiden. Die Palliativmedizin ermöglicht eine angemessene Schmerzversorgung, sie orientiert sich an den Bedarfen vom jeweiligen Schwerkranken. Die palliative Pflege beruht allerdings nicht nur auf die medikamentöse Schmerzlinderung. Sie soll den schwer kranken Patienten mit begrenzter Lebenserwartung und seinen Familienangehörigen Sicherheit durch die richtige Aufklärung gewährleisten.

Worauf beruht die Palliativpflege?

Es ist zu betonen, dass die palliative Pflege nicht nur medizinische Versorgung enthält. Die Palliativpflege sollte eine holistische Betreuung darstellen. Im Rahmen der palliativen Pflege werden nicht nur sterbende Menschen, sondern auch ihre Angehörigen betreut. Die Angehörigen werden in den Sterbeprozess integriert. Die richtige Sterbebegleitung ist sehr wichtig, damit der schwerkranke Patient seine verbleibenden Tage so erträglich und angenehm wie möglich verbringen kann. Das Sterben ist für keinen einfach.  Daher begleiten Palliativmediziner Sterbende und ihre Angehörigen. Zu der Sterbebegleitung gehört auch die Beratung vom Patienten und seiner Familien über seine letzte Lebensphase.

Wichtig: die Angehörigen können während ihrer Pflege des Sterbenden von ihrer Arbeit freigestellt werden. Eine bis zu dreimonatige vollständige oder teilweise Auszeit kommt in Frage. So haben sie die Möglichkeit, mit der sterbenden Person ihre verbleibenden Tage zusammen zu verbringen.

Häusliche Palliativpflege. Kostenübernahme

Wenn die palliative Pflege nötig ist, übernimmt die Krankenkasse die damit verbundenen Kosten. Damit der Sterbende zu Hause betreut werden kann, braucht man eine Verordnung von dem Arzt. Diese Verordnung sollte dem Palliativpflegedienst vorgelegt werden. Danach kann man die Kostenübernähme beantragen. Dabei können Sie eine kompetente Hilfe von dem Sozialdienst vom Krankenhaus oder Hospiz erwarten.

Handelt es sich um eine pflegebedürftige Person? Sie müssen also auch einen Pflegegrad schnell und richtig beantragen. Wenn ein Pflegegrad vor dem Tod von der schwerkranken Person beantragt wird und noch keine Begutachtung gemacht wird, wird eine Einstufung in einen Pflegegrad auch nach dem Tod des Patienten auf Aktenlage erwirkt werden.

Was soll die palliative Pflege umfassen?

Die richtig geplante palliative Pflege bedeutet eine holistische Betreuung, die folgende Aspekte umfassen sollte:

  • pflegerische Versorgung;
  • Bei sterbenden Patienten können ihre Schmerzen ohne eine Rücksichtnahme auf die Spätfolgen gelindert werden;
  • lindernde Therapien, z.B. Massagen, Entspannungsübungen, Aromatherapie;
  • Vorsorgen mit Spezialnahrung (auf Wunsch des Patienten);
  • ehrliche Erklärung der Krankheit;
  • Unterstützung bei Angst, depressiven Phasen etc. Wichtig: nicht nur Patienten, sondern auch ihre Angehörigen sollten unterstützt werden;
  • Unterstützung bei dem Akzeptieren des Todes;
  • liebevolle Sterbebegleitung;
  • würdevolles Sterben.

Wie kann man die Palliativversorgung organisieren?

Zurzeit kann die palliative Pflege teilweise stationär und teilweise als ambulante Palliativversorgung zu Hause organisiert werden. Wenn der jeweilige Patient bisher in einem Krankenhaus geheilt wurde und er weiß schon, dass es keine Möglichkeit mehr für eine Heilung gibt, kann er sich für die Palliativversorgung zu Hause entscheiden. Eine Alternative zur Betreuung in den eigenen vier Wänden ist die Palliativpflege entweder in einem Sterbehospiz oder in einer Palliativmedizin-Station in einem Krankenhaus.

Wichtig: nicht immer sind die Gegebenheiten optimal, damit die richtige Betreuung zu Hause möglich ist. Es ist zu betonen, dass die Betreuung in Palliativpflegeeinrichtungen in vielen Fällen eine bessere Option darstellt. Bevor man eine Entscheidung trifft, sollte man mit den Pflegediensten und Ärzten darüber sprechen, ob die ambulante Palliativversorgung zu Hause empfehlenswert ist.

Palliative Pflege zu Hause. Was ist es dabei zu beachten?

Die meisten Patienten mit begrenzter Lebenserwartung möchten ihre letzte Lebensphase zu Hause verbringen. Die ambulante Palliativpflege ermöglichen folgende Angebote:

  • Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) – Personen mit einer nicht heilbaren Erkrankung habe Anspruch auf SAPV im Rahmen der Krankenversicherung. Wichtig: diese Leistung muss von einem Arzt verordnet und danach vor der Krankenkasse genehmigt werden;
  • Palliative-Care-Teams – es handelt sich um Teams, die aus Ärzten, Krankenschwestern und Koordinationskräften bestehen. Palliative-Care-Teams versorgen Sterbende in ihrer vertrauten Umgebung;
  • Ambulante Pflegedienste mit Palliativpflegekräften – professionelle Pflege durch examinierte Pflegekräfte, die sich auf die Palliative Care (Zusatzbildung) spezialisieren;

Ambulante Hospizdienste – Hospizdienste besuchen Patienten zu Hause. Sie bieten spirituelle und psychosoziale Betreuung. Zu ihren Aufgaben gehören Spaziergänge, Gespräche und Unterstützung im Haushalt etc.

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