Viele Senioren, auch wenn Sie keine Demenz haben,  kommen im Laufe der Zeit nicht mehr alleine zurecht. Ihre Kinder bzw. Enkelkinder stellen sich daher die Frage, wie die richtige Unterstützung für Ihre Liebesten organisiert werden sollte. Es ist zu betonen, dass die meisten Senioren, auch wenn sie pflegebedürftig sind, wollen in ihrer vertrauten Umgebung bleiben. Kein Wunder also, dass sich so viele deutsche Familien dafür entscheiden, eine Pflegekraft aus dem Ausland zu beschäftigen. So kann man die häusliche Betreuung organisieren! Wie kann man osteuropäische Pflegekräfte legal beschäftigen? Was ist es dabei zu beachten? In unserem Artikel finden Sie einige praktische Tipps.

Eine osteuropäische Pflegekraft direkt im Privathaushalt anstellen

Deutsche Familien, die eine Pflegekraft für einen Senior legal beschäftigen möchten, können sich für das Arbeitgeber-Arbeitnehmermodell entscheiden. Bei diesem Modelle wird eine Pflegekraft bzw. Haushaltshilfe aus Osteuropa direkt im Privathaushalt angestellt. In der Praxis bedeutet das, dass ein klassischer Arbeitsvertrag geschlossen wird.

Das Arbeitgeber-Arbeitnehmermodell ist damit gleichgesetzt, dass das Arbeitsverhältnis legal ist, wenn der Arbeitgeber alle Verpflichtungen einhält. Der Arbeitgeber kontrolliert das Arbeitsverhältnis, er kann also sicher sein, dass die osteuropäische Pflegekraft tatsächlich legal beschäftigt ist.

Man muss sich aber dessen bewusst sein, dass die Person, die zum Arbeitgeber wird, muss alle Arbeitgeberverpflichtungen übernehmen, was belastend sein kann. Vergessen Sie nicht, dass alle Sozialleistungen an entsprechender Stelle abgeführt werden müssen. Darüber hinaus muss man damit rechnen, dass jeder Pflegekraft ein Urlaub zusteht. Für die Urlaubszeit müssen Sie eine Ersatzkraft suchen, die doch auch belohnt werden muss. In vielen Fällen ist eine zweite Betreuerin in Voll- oder Teilzeit benötigt, um die Fehlzeiten (z.B. Krankheit und Urlaub) aufzufangen.

Entsendemodell. Die beliebteste Lösung

Zurzeit erfreut sich das Entsendemodell großer Beliebtheit. Worauf beruht die Entsendung? Eine osteuropäische Pflegekraft ist bei einem Unternehmen (Entsendeunternehmen) in ihrem Heimatland angestellt. Wenn Sie eine professionelle Pflegekraft oder Haushaltshilfe aus Osteuropa im Rahmen der Entsendung beschäftigen möchten, können Sie sich an eine Vermittlungsagentur in Deutschland wenden, die alle notwendigen Aufgaben übernehmen kann. Die Agentur sucht für Sie die richtige Pflegekraft. Wenn Sie sich für eine bestimmte Person entscheiden, wird diese Pflegekraft beim Entsendeunternehmen in Osteuropa angefordert.

Die Abrechnung für die Pflegekräfte übernehmen die Vermittlungsagenturen. Allerdings erhalten die Pflegepersonen ihr Gehalt über das Entsendeunternehmen in ihrem Heimatland. Natürlich ist das Entsendeunternehmen verpflichtet, alle Sozialleistungen abzuführen. Wenn die Betreuungskraft krank ist oder auf die Arbeit in Ihrem Haushalt verzichten will, kann sie durch die Vermittlungsagentur schnell ausgewechselt werden.

Wichtig: Möchten Sie eine osteuropäische Pflegekraft legal im Rahmen der Entsendung beschäftigen? Sie sollten das Entsendeunternehmen um eine A1-Bescheinigung bitten. Die A1-Bescheinigung gewährleistet, dass die Steuern und Sozialabgaben abgeführt werden. Es ist noch zu betonen, dass die Beschäftigung einer Pflegekraft im Rahmen der Entsendung mit Verhinderungs– und Kurzzeitpflege verrechnet werden kann.

Selbstständige Betreuungskräfte

Selbstverständlich können Sie sich für die Zusammenarbeit mit einer Pflegekraft entscheiden, die entweder in Deutschland oder in ihrem Heimatland ein Gewerbe angemeldet hat. Selbstständige Pflegekräfte rechnen ihre Leistung auf eigene Rechnung ab. Es wird ein Dienstleistungsvertrag geschlossen. Wenn die Betreuungskraft über einen Gewerbeschein verfügt, kann sie Ihnen eine Rechnung ausstellen.

Warum sind selbständige Betreuungskräfte aus Osteuropa empfehlenswert? Die monatlichen Kosten sind deutlich günstiger als bei einer deutschen Pflegekraft. Sie sind nicht verpflichtet, Steuern und Sozialabgaben abzuführen. Dafür sind selbstständige Pflegekräfte verantwortlich.

Man muss sich leider dessen bewusst sein, dass die Gefahr der Scheinselbstständigkeit bei diesem Modell besteht. Vergessen Sie nicht, dass das Arbeitsverhältnis mit einer selbstständigen Pflegekraft nur dann legal ist, wenn diese mehrere Kunden pflegt und betreut. Wenn die Pflegekraft nur einen Senior betreut und in seinem Haushalt wohnt, kann man über eine Scheinselbstständigkeit sprechen, die strafbar ist.

Es lohnt sich nicht, eine Pflegekraft illegal zu beschäftigen

Suchen Sie eine liebevolle Pflegekraft aus Polen oder einem anderen osteuropäischen Land, um Ihrem pflegebedürftigen Familienangehörigen die richtige Unterstützung im Alltag zu bieten? Beschäftigen Sie diese Pflegekraft legal! Die Schwarzarbeit ist in Deutschland strafbar. Wer eine Pflegeperson aus dem Ausland illegal beschäftigt, muss damit rechnen, dass:

  • ein Strafverfahren gegen ihn eingeleitet wird;
  • er alle ausstehenden Sozialabgaben nachzahlen muss;
  • er mit einem Bußgeld bestraft wird.

Es lohnt sich nicht, Pflegekräfte illegal zu beschäftigen! Alle Familien, die osteuropäische Pflegekräfte legal beschäftigen möchten, laden wir ein, sich mit unserem aktuellen Angebot vertraut zu machen. Unsere professionelle Vermittlungsagentur übernimmt alles Organisatorische.

Klicken Sie hier, um diesen Beitrag zu bewerten!
[Total: 1 Mittlere: 5]