Neben Alzheimer gehört Morbus Parkinson zu den häufigsten neurodegenerativen Erkrankungen. Statistisch gesehen, leiden 400.000 Menschen in Deutschland am sogenannten Morbus Parkinson-Syndrom. Die ersten Symptome der Parkinson-Krankheit lassen sich bei den meisten Betroffenen zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr bemerken. Menschen mit Morbus Parkinson benötigen umfassende Unterstützung im Alltag. Wie sollte man die richtige Pflege und Betreuung bei der Parkinson-Erkrankung planen? In unserem Beitrag finden Sie einige Tipps für pflegende Angehörige.

Ursachen und Symptome von Parkinson

Es ist zu betonen, dass die Ursache für das Parkinson Syndrom nicht geklärt ist. Es wurde bewiesen, dass diese neurodegenerative Krankheit durch ein Absterben von Nervenzellen in einer Region um Mittehirn hervorgerufen wird, allerdings weiß man nicht, warum eigentlich eine Nervenzelle abstirbt. Das Absterben von Nervenzellen, die für die Produktion von Dopamin verantwortlich sind, führt dazu, dass Menschen mit Parkinson ihre Bewegungen nicht gut koordinieren können. Im ersten Stadium sind Symptome der Krankheit nicht besonders problematisch. Im Laufe der Zeit führt der Mangel an Dopamin zum Zittern (Tremor), verlangsamten Bewegungen und Muskelsteifheit. Ca. 30 Prozent der Parkinson-Patienten leiden  auch an  einer Demenz.

Einen Pflegegrad bei Parkinson beantragen

Die Pflege von Patienten, die an Parkinson erkrankt sind, muss richtig geplant werden. Die Diagnose Parkinson ändert das ganze Leben der Betroffenen und Angehörigen. Wenn das Parkinson Syndrom diagnostiziert wird, sollten sich der Betroffene an seine Pflegeversicherung wenden. Die meisten Patienten benötigen Hilfe dauerhaft. Daher ist es sinnvoll, einen Pflegegrad zu beantragen. Die Krankenkasse beurteilt die Beeinträchtigung der Selbstständigkeit bei Patienten. Pflegebedürftige werden in fünf verschiedene Pflegegrade eingestuft, die mit verschiedenen Leistungen einhergehen.

Neben der Pflegebedürftigkeit können viele Betroffene auch einen Schwerbehindertenausweis beantragen. Parkinson ist eine Erkrankung, die bei den Krankenkassen als chronisch gilt. In der Praxis bedeute das, dass sich Patienten von Zuzahlungen befreien lassen können.  Es ist zu betonen, dass es medizinische Rehabilitationsmaßnahmen für Patienten gibt, bei denen diese chronische Erkrankung festgestellt wurde.  Es handelt sich z.B. um eine professionelle Behandlung in einer Parkinson-Fachklinik.

Pflege bei Parkinson. Was ist es zu beachten?

Wie können Angehörige ihre kranken Eltern oder Großeltern unterstützen? Was ist es bei der Morbus Parkinson Pflege zu beachten? Durch eingeschränkte Bewegungsfreiheit und Zittern werden viele alltäglichen Aufgaben für Parkinson-Patienten sehr schwierig. Daher ist die richtige Betreuung und Pflege sehr wichtig. Die meisten Betroffenen benötigen eine Hilfe bei der Köperpflege, beim Anziehen, Essen etc. Wichtig: auch wenn es sich um die Betreuung bei Parkinson handelt, sollte man die Selbstständigkeit der betroffenen Menschen fördern. Was bedeutet die aktivierende Pflege bei Menschen mit Morbus Parkinson? Die Patienten sollten alle Tätigkeiten, die sie in ihrem Stadium der Krankheit noch selbst ausführen können, weiterhin ohne Unterstützung durchführen.

Im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit ist eine 24 Stunden Betreuung empfehlenswert, da der Betroffene immer mehr Unterstützung benötigt. Die 24 Stunden Pflege ist natürlich eine große psychische und physische Belastung für Angehörige. Daher ist es empfehlenswert, eine Pflegekraft zu beschäftigen. Zurzeit vermitteln viele Agenturen Pflegekräfte aus Osteuropa, die Deutsch kommunikativ sprechen und eine kostengünstige Alternative für deutsche Pflegerinnen darstellen. Die Pflege von Parkinson-Patienten muss individuell gestaltet werden. Der Verlauf der Krankheit ist bei jedem Betroffenen anders. Daher können sich die Aufgaben von Betreuerinnen stark voneinander unterscheiden. Zu wichtigen Pflegebereichen, die bei jedem Betroffenen berücksichtigt werden müssen, zählen: Körperpflege, Bewegungsübungen sowie Ernährungshilfe.

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