Die 24-Stunden-Betreuung erfreut sich heutzutage stetig wachsender Beliebtheit. Statistisch gesehen, beschäftigt rund jeder zwölfte deutsche Pflegehaushalt eine Betreuerin aus Osteuropa, häufig aus Polen. Die 24-Stunden Pfluge zu Hause wird so organisiert, dass eine Pflegekraft aus dem Ausland in den Haushalt eines zu pflegenden Seniors einzieht und dort bei der Alltagsbewältigung kompetent hilft.

Wie kann man eine Pflegekraft aus Polen oder einem anderen osteuropäischen Land legal beschäftigen? Diese Frage stellen sich sehr viele Personen, die eine liebevolle Pflegerin für ihren Familienangehörigen suchen. Man muss sich dessen bewusst sein, dass die Beschäftigung einer solchen Pflegekraft sehr lange als juristisches Risiko galt. Es gibt allerdings eine Beschäftigungsform, die hundertprozentig legal ist. Es handelt sich um die Entsendung gemäß des EU-Entsendegesetzes. Auf unserer Seite erfahren Sie, worauf diese beliebte Beschäftigungsform beruht.

Welche Beschäftigungsformen kommen in Frage?

Zu häufigen Beschäftigungsformen zählen die schon erwähnte Entsendung, Selbstständigkeit sowie private Anstellung im Haushalt. Warum ist die Entsendung die beste Option? Man muss sich dessen bewusst sein, dass man bei der Beschäftigung einer selbstständigen Betreuung oder einer privaten Anstellung  mit versteckten Kosten rechnen muss.

Es ist zu betonen, dass die 24-Stunden-Betreuung und die Selbstständigkeit sich praktisch ausschließen. Wenn eine selbstständig tätige Person (auch eine Pflegekraft) nur mit einem einzigen Auftraggeber zusammenarbeitet, spricht man über eine Scheinselbstständigkeit, bei der den Auftraggebern bestimmte Strafen drohen. Sicherlich möchten Sie solche Probleme vermeiden!

Wie erwähnt, haben Sie auch die Möglichkeit, eine Pflegekraft privat anzustellen. Vergessen Sie aber nicht, dass die Funktion des Arbeitgebers nicht nur mit bestimmten Rechten, sondern auch Pflichten verbunden ist. In erster Linie handelt es sich darum, dass Sie den Arbeitgeberanteil an den Sozialversicherungskosten tragen müssen. Möchten Sie diese zusätzlichen Kosten vermeiden? Eine entsandte Pflegkraft stellt die beste Option für Sie dar!

24-Stunden-Betreuung im Rahmen der Entsendung

Die Entsendung ist eine solche Beschäftigungsform, im Rahmen deren auch die 24-Stunden Betreuung legal ist. Wie funktioniert die Entsendung? Die Betreuungskräfte aus Osteuropa werden durch ihren Arbeitgeber in der Heimat angestellt. Die Entsendung bedeutet, dass sie nur vorübergehend in Deutschland geschickt werden, um dort ihre Aufgaben zu erfüllen. Diese immer beliebtere Beschäftigungsform wird mit der  Richtlinie des Europäischen Parlaments über die Entsendung von Arbeitnehmern (1997) reguliert. De Entsendung innerhalb der EU ist legal, wenn alle Rahmenbedingungen eingehalten werden.

Die Bedingungen, unter denen entsandte Pflegekräfte aus dem Ausland tätig sind, werden durch das aktuelle Arbeitsrecht in dem Beschäftigungsland geregelt. In der Praxis bedeutet das, dass ausländische Pflegkräfte, die im Rahmen der Entsendung in deutschen Haushalten arbeiten, des deutschen Mindestlohngesetzes entlohnt werden müssen. Darüber hinaus wurden auch weitere Rechte der entsandten Arbeitskräfte definiert. Es handelt sich um folgende Aspekte:

  • Mindestruhezeiten;
  • Höchstarbeitszeiten;
  • Mindestjahresurlaub;
  • Hygiene am Arbeitsplatz;
  • Sicherheit, Gesundheitsschutz;
  • Gleichbehandlung der Geschlechter.

Die Entsendung und ihre Kosten

Polnische Pflegekräfte suchen eine Arbeit in Deutschland, weil sie dort mehr verdienen können. Auch wenn sie den deutschen Mindestlohn verdienen, ist ihr Lohn deutlich höher als in Polen. Es ist zu betonen, dass die Kosten der Beschäftigung einer polnischen Pflegekraft für deutsche Verhältnisse relativ gering bleiben. In den meisten Fällen liegen die monatlichen Kosten der Entsendung zwischen 1.700 und 2.200 Euro – sie sind von Anforderungen an die Pflegekraft abhängig.

Die Beschäftigung einer entsandten Pflegkraft aus Osteuropa ist günstiger als die private Anstellung im eigenen Haushalt oder als ein Platz im guten deutschen Pflegeheim. Da die Pflegekräfte aus Osteuropa in Deutschland mehr als ihrem Heimatland verdienen, kann man die Entsendung der 24-Stunden Betreuerinnen als eine Win-Win-Situation für sie und ihre deutschen Arbeitgeber.

Ist die Entsendung legal?

Damit die Entsendung legal und rechtsicher ist, müssen alle oben genannten rechtlichen Grundlagen eingehalten werden. Man sollte auch nicht vergessen, dass 24-Stunden Betreuerinnen nur für einen bestimmten Zeitraum in Deutschland arbeiten können. Vor der Entsendung einer Pflegekraft aus Polen oder einem anderen Land müssen alle erforderlichen Unterlagen ausgefüllt werden. Wichtig: die Entsendung ist immer mit bestimmten Formalitäten verbunden. Im Regelfall werden diese durch die Vermittlungsagentur erledigt, die mit einer Pflegekraft zusammenarbeitet. Wenn schon alles richtig erledigt wird, kann die zuständige Behörde im Heimatland der Pflegekraft das A1-Formular ausstellen. Danach kann eine 24h-Pflegekraft Ihre Tätigkeit im Haushalt eines pflegebedürftigen Seniors beginnen.

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