Was kostet eine polnische Pflegekraft? Diese Frage stellen sich viele Personen, die eine kompetente Betreuerin für ihren älteren Verwandten suchen. Aus Kostengründen entscheiden sich viele deutsche Familien, eine Pflegekraft aus Polen zu beschäftigen. Auch wenn es sich um erfahrene Pflegekräfte handelt, die über gute deutsche Sprachkenntnisse verfügen, kann man relativ günstige Kosten erwarten.

Kosten für eine polnische Pflegekraft – wovon hängen sie ab?

Ein wachsender Mangel an professionellen Pflegekräften in Deutschland führt dazu, dass viele Familien nach einer polnischen Betreuungskraft suchen, die auch als Haushaltshilfe bei vielen Hausarbeiten hilft. Suchen Sie Informationen zum Thema: eine Pflegekraft aus Polen Kosten? Bei uns sind Sie an der richtigen Stelle. Bei der Berechnung von den monatlichen Kosten für Pflegekräfte aus Polen sollte man folgende Faktoren in Betracht ziehen:

  • Aufgaben von Pflegekräften – wie erwähnt, pflegen osteuropäische Betreuungskräfte Senioren und unterstützen sie ihre Arbeitgeber im Haushalt;
  • Qualifikation – eine Betreuungskraft aus Europa übernimmt die Grundpflege d.h. die Körperpflege,  die Zubereitung von Mahlzeiten etc. Manchmal werden  auch osteuropäische Pflegekräfte von Agenturen vermittelt, die eine fachliche Ausbildung haben. Diese können auch die Behandlungspflege übernehmen – in diesem Falle muss man mit höheren Kosten rechnen;
  • Deutschkenntnisse – je besser eine Pflegekraft aus Osteuropa Deutsch spricht, desto höhere Kosten tragen Sie. Wichtig: die meisten Vermittlungsagenturen vermitteln Betreuungskräfte, die zumindest kommunikativ Deutsch sprechen.

Polnische Pflegekräfte im Arbeitgebermodell

Wenn Sie Pflegekräfte aus Osteuropa im Arbeitgebermodell beschäftigen möchten, sollten Sie sich an eine Agentur für Arbeit wenden. Wichtig: eine Pflegekraft arbeitet maximal 38,5 Stunden pro Woche. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, der Pflegekraft nicht nur eine angemessene Gehaltszahlung (Mindestlohn), sondern auch Kost und Logis zu gewährleisten. Das Arbeitgebermodell ist damit gleichgesetzt, dass Sie die Betreuerin aus Polen offiziell anmelden müssen. Die Anmeldung erfolgt über die Agentur für Arbeit und ZAV. Wenn Sie einen Arbeitsvertrag mit einer  polnischen Haushaltshilfe schließen, erhalten Sie eine Betriebsnummer. Mit der Nummer können Sie die Pflegekraft bei der Krankenkasse des Pflegebedürftigen anmelden. Wichtig: Als Arbeitgeber sind Sie verpflichtet, Sozialversicherungsbeiträge für die osteuropäische Pflegekraft zu zahlen. Insgesamt betragen die Kosten im Arbeitgebermodell mindestens 2.500 Euro pro Monat je Betreuungsperson.

Eine Pflegekraft aus Polen im Entsendemodell

Nicht nur im Arbeitgeber- sondern auch im Entsendemodell können Sie eine Pflegekraft aus Polen legal in Deutschland beschäftigen. Das Entsendemodell bedeutet in der Praxis, dass die Betreuungskraft durch eine Vermittlungsagentur beschäftigt ist und nach Deutschland entsandt wird. Die Kosten für eine polnische Pflegekraft im Entsendemodell bestehen aus den Lohnkosten, den Aufwendungen für Kost und Logis, Fahrtkosten. Manchmal gibt es noch zusätzliche Gebühren der Vermittlungsagentur. Auch in diesem Falle gilt der gesetzliche Mindestlohn.

24 Stunden Pflege – Zuschüsse von der Pflegeversicherung

Auch wenn es sich um 24 Stunden Pflegekräfte aus Polen oder anderen osteuropäischen Ländern handelt, kann man eine finanzielle Unterstützung von der Pflegeversicherung erwarten. Wenn der Pflegebedürftige zu Hause gepflegt und betreut werden muss, sollten Sie einen Pflegegrad beantragen. Je höher der Pflegegrad, desto höher ist das Pflegegeld. Pflegebedürftige können auch die sog. Pflegesachleistungen erhalten. Diese können jedoch nur für die Finanzierung von professionellen Pflegediensten genutzt werden. Ab Pflegegrad 2 bekommen Pflegebedürftige das Pflegegeld oder bereits ab Pflegegrad 1 den Entlastungsbetrag von monatlich 125 Euro – diese können zur Finanzierung einer polnischen, ungelernten Betreuungskraft genutzt werden. Darüber hinaus ist es auch möglich, die Verhinderungspflege zu beantragen, wenn ein Senior durch einen Angehörigen gepflegt wird. Max. 42 Tage und  bis zu 1.612 Euro  werden angeboten. Die Leistungen der Verhinderungspflege können für die Finanzierung einer Betreuungskraft genutzt werden.

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