Unter dem Begriff „Demenz“ ist eine Minderung von geistigen Fähigkeiten zu verstehen. Diese Minderung ist in den meisten Fällen nicht umkehrbar. Im Gehirn eines Menschen mit Demenz kommt zu organischen Veränderungen, die dafür verantwortlich sind, dass intellektuelle Funktionen (Auffassungsgabe, Urteilsfähigkeit, Gedächtnis, Sprache) verloren gehen. Die häufigste Form der Demenz-Erkrankungen ist die Alzheimer-Krankheit. Es ist jedoch zu betonen, dass Demenz auch durch Alkoholmissbrauch (Korsakov Syndrom) sowie verschiedene Krankheiten verursacht werden kann.

Im hohen Alter steigt das Risiko, an einer Demenz zu erkranken. Bei Personen zwischen 65 bis 69 Jahren leiden nur 1,6 % an einer Demenz. Bei den über 90-jährigen  –  40,95 %.

Die Pflegeplanung bei Demenzkraken

Wenn eine Altersdemenz bei Ihrem Familienangehörigen diagnostiziert wird, sollten Sie die richtige Pflege für den Betroffenen frühzeitig planen. In erster Linie muss man sich die Frage stellen, ob der Demenzkranke zu Hause wohnen bleiben will. Wie viel Hilfe der Patient benötigt? Ist eine professionelle Unterstützung notwendig? Es ist zu betonen, dass diese Personen, die einen Demenzkranken betreuen, Anspruch auf Unterstützung ambulanter Pflegedienste haben.  Zu ambulanten Pflegeleistungen zählen: Hilfe beim Aufstehen, Waschen, Gang zur Toilette etc. Bei fortgeschrittener Demenz braucht der Patient immer mehr Hilfe im Alltag. Daher wäre es sinnvoll, eine 24-Stunden-Demenzbetreuung in Betracht zu ziehen.

Demenz in der Pflegeversicherung und Gesetzgebung

Ältere Menschen mit Demenz werden im PSG II berücksichtigt, das seit 2017 gilt. Seit dieser Zeit wird die Selbständigkeit der Versicherten geprüft, damit ihre Pflegebedürftigkeit richtig eingestuft wird (fünf Pflegegrade). Dank den Änderungen, die 2017 eingeführt wurden, erhalten Demenzkranke gleiche Leistungen wie körperlich Pflegebedürftige. Seit 2017 gilt auch der Grundsatz „ambulant vor stationär“. Daher wurden die von der Kasse übernommenen Leistungen für Bewohner der Pflegeheime im Pflegegrad 0 bis 4 gedrosselt. Die im Heim wohnenden Demenzkranken (im Pflegegrad 2 bis 5) zahlen denselben pflegebedingten Eigenanteil wie Personen, die in ihren eigenen vor Wänden wohnen bleiben können.

Im SGB XI wurden  folgende Angebote genannt:

  • zur Unterstützung im Alltag;
  • zur Umwandlung des ambulanten Sachleistungsbetrags;
  • zur Verordnungsermächtigung.

Wer die richtige Pflege für seinen demenzkranken Familienangehörigen plant, sollte sich mit den Angeboten vertraut machen.

Therapien für Menschen mit Demenz

Man muss sich dessen bewusst sein, dass die meisten Demenzformen nicht heilbar sind Allerdings kann man den Verlauf der Krankheit verlangsamen, wenn man entsprechende Therapiemaßnahmen ergreift. Folgende Therapien für Menschen mit Demenz sind empfehlenswert:  Psychotherapie, Verhaltenstherapie, kognitives Training, Gehirnjogging, Musiktherapie etc. Sehr wichtig ist auch medikamentöse Therapie. Viele Demenzkranke nehmen Neuroleptika, Antidepressiva und Antidementiva ein.

Demenzbetreuung zu Hause

Zurzeit können Sie professionelle Seniorenbetreuerinnen finden, die viel Erfahrung mit dem Umgang mit Demenzkranken haben. Bei Demenzkranken muss die Altenpflege sorgfältig organisiert werden.

Suchen Sie eine Seniorenbetreuerin, die schon demenzkranke Personen betreut hat? Kein Problem. Unsere Vermittlungsagentur hilft Ihnen gerne, die richtige Person zu finden. Senioren mit Demenz benötigen liebevolle und intensive Betreuung. Eine Rund-um-die-Uhr-Demenzbetreuung bedeutet in der Praxis, dass Ihr an Demenz erkranktes Familienmitglied nicht stationär im Pflegeheim oder im Krankenhaus versorgt werden muss. Der Senior kann sich in seinen eigenen vier Wänden geborgen fühlen.

Umgang mit Menschen mit Demenz – praktische Tipps

Ältere Menschen mit Demenz  benötigen viel Unterstützung im Alltag. Trotz ihrer Minderung von geistigen Fähigkeiten sollte man sie nicht verkindlichen. Mit Demenzkranken sollte man viel sprechen und sie mit Empathie betrachten.

Im Laufe der Zeit ist die Kommunikation für Menschen mit Demenz immer schwerer. Ihre kognitiven Fähigkeiten werden immer weniger. Im Anfangsstadium der Krankheit sind die meisten Demenzkranken frustriert. Die Veränderungen, die sie selbst beobachten können, machen ihn ängstlich. Ihre Angst und Frust beeinflussen die Kommunikation negativ. Im Gespräch mit Demenzkranken sollte man daher: einfache Sprache, Ja-Nein-Fragen und deutliche Körpersprache benutzen.

Um die Entwicklung der Krankheit zu verlangsamen, kann man:

  • bekannte Tätigkeiten regelmäßig wiederholen;
  • soziale Kontakte der Demenzkranken fördern;
  • einen klare Routine im Alltag zu schaffen.

Die richtige Beschäftigung für Demenzkranke

Demenzkranke sollten auf keinen Fall überfordert werden. Diese Personen, die einen Demenzkranken betreuen, sollten ihm möglichst viele Erfolgserlebnisse vermitteln. Es handelt sich um sehr einfache Aufgaben, die der demenzkranke Senior noch bewältigen kann. Im Gespräch mit einem demenzkranken Patienten sollte man eine einfache Sprache verwenden, damit der Senior alles verstehen kann.

Unsere Beschäftigungstipps für Demenzkranke:

  • Gespräche;
  • Lesen, Vorlesen;
  • Musizieren, Singen;
  • Malen und Basteln;
  • Fotoalben anschauen;
  • leichte Gartenarbeiten;

Kochen und Backen.

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